VORAUSSCHAUEND ARBEITEN. INFRASTRUKTUR BEWAHREN.
GW129 Schulung Hamburg
Sicher arbeiten, wo Stadt, Hafen und Netze zusammenkommen
Die GW129 Schulung vermittelt das notwendige Fachwissen für Arbeiten im Bereich von Versorgungsleitungen und Netzanlagen. Beschäftigte aus Unternehmen in Hamburg können die Schulung live online besuchen. Für Unternehmen bieten wir außerdem individuell abgestimmte Inhouse Schulungen direkt am eigenen Standort in Hamburg an.
FACHWISSEN FÜR ARBEITEN IM UNTERGRUND
Leitungsnähe verlangt sorgfältige Vorbereitung
In einer dicht bebauten Großstadt wie Hamburg treffen Tiefbauarbeiten auf zahlreiche bestehende Versorgungsanlagen. Strom, Gas, Wasser, Wärme und Telekommunikation teilen sich vielerorts begrenzten Raum. Wer Erdarbeiten plant, vorbereitet oder ausführt, muss mögliche Gefährdungen erkennen und vorhandene Leitungen berücksichtigen. Die GW129 Schulung richtet sich deshalb insbesondere an Baggerführer, Maschinenführer, Aufsichtspersonen sowie Mitarbeiter aus Arbeitsvorbereitung und Bauleitung.
Unternehmen in Hamburg können ihre Beschäftigten live online oder im Rahmen einer Inhouse Schulung direkt vor Ort qualifizieren lassen. Die Schulung verbindet fachliche Grundlagen mit praxisnahen Situationen aus dem Arbeitsalltag. Nach erfolgreicher schriftlicher Prüfung erhalten die Teilnehmer ihr GW129 Zertifikat als Nachweis der erworbenen Qualifikation.
HAMBURGS TECHNISCHE UNTERWELT
Ein Großbrand verändert die Versorgung der Stadt
Die Entwicklung der Hamburger Versorgungsinfrastruktur ist eng mit dem Wiederaufbau nach dem Großen Brand von 1842 verbunden. In den folgenden Jahrzehnten entstanden zentrale Systeme für Wasser und Abwasser, die zu wichtigen Grundlagen der modernen Großstadt wurden.
Neue Netze nach dem Großen Brand
Der Große Brand zerstörte im Mai 1842 große Teile der Hamburger Innenstadt. Nach Angaben von HAMBURG WASSER hatte die Löschwasserversorgung versagt, zugleich war ein großer Teil der privat organisierten Wasserversorgung zerstört worden. Die Bürgerschaft beschloss deshalb, die Trinkwasserversorgung, die Löschwasserversorgung und die Abwasserentsorgung neu zu ordnen.
Der britische Ingenieur William Lindley übernahm Konzeption und Umsetzung. Bereits 1843 ging Hamburgs erster Abwasserkanal in Betrieb. 1848 folgte die Wasserversorgung aus dem ersten Wasserwerk in Rothenburgsort. Zum neuen Versorgungssystem gehörte auch ein Netz aus Hydranten, damals Notpfosten genannt, das der Feuerwehr künftig ausreichend Löschwasser bereitstellen sollte.
Filtriertes Trinkwasser für Hamburg
Die zentrale Wasserversorgung Hamburgs hatte 1848 begonnen. Das verwendete Elbwasser wurde zunächst nicht gefiltert. Von August bis Oktober 1892 traf eine schwere Choleraepidemie die Stadt. Mehr als 8.600 Menschen starben. Seit 1893 wurde das Elbwasser auf Kaltehofe durch Langsamsandfiltration aufbereitet, bevor es in die Wasserversorgung gelangte.
Auf der Elbinsel entstanden 22 großflächige Sandfilterbecken. Das Wasser wurde durch feinkörnige Sandschichten geleitet und auf diese Weise gefiltert. Die Anlage auf Kaltehofe blieb bis 1990 in Betrieb. Heute ist sie als Industriedenkmal erhalten und dokumentiert einen wichtigen Abschnitt der Entwicklung der Hamburger Trinkwasserversorgung.
NETZE IM STÄNDIGEN WANDEL
Hamburg baut unter der Oberfläche weiter
Hamburg modernisiert bestehende Versorgungsanlagen und schafft zugleich neue Infrastruktur für die Energie und Wärmewende. Wasser und Abwasser, Strom und Gas sowie Fernwärme zeigen, wie unterschiedlich die Netze sind, die bei Bauarbeiten im Stadtgebiet berücksichtigt werden müssen.
Wasser und Abwasser
HAMBURG WASSER betreibt ein Trinkwassernetz mit einer Länge von mehr als 5.500 Kilometern. Hinzu kommt ein Sielnetz von mehr als 6.000 Kilometern für die Ableitung von Abwasser und Regenwasser. Das Netz umfasst Anlagen mit sehr unterschiedlichen Abmessungen und Tiefenlagen. Die vorhandene Infrastruktur wird laufend instand gehalten, saniert und an die Anforderungen einer wachsenden Stadt angepasst.
Für Tiefbauarbeiten treffen damit unterschiedliche Anlagen, Tiefenlagen und Dimensionen aufeinander. Trinkwasserleitungen, Hausanschlüsse, Siele und weitere wasserwirtschaftliche Anlagen müssen bereits bei der Vorbereitung von Arbeiten berücksichtigt werden. Leitungsauskünfte und eine sorgfältige Beurteilung der örtlichen Situation helfen dabei, Beschädigungen zu vermeiden und die sichere Ausführung der Arbeiten vorzubereiten.
Mehr Infos zu Wasserleitungen →Strom, Gas und Wasserstoff
Die Hamburger Energienetze betreiben fast 31.000 Kilometer Stromleitungen und fast 7.800 Kilometer Gasleitungen im Stadtgebiet. Gleichzeitig werden die Netze für neue Anforderungen erweitert. 2025 wurden mehr als 255 Kilometer Stromleitungen erneuert und über 124 Kilometer zusätzliche Kabel verlegt. Parallel wächst mit HH WIN ein neues Wasserstoff Industrie Netz für den Hamburger Hafen und angrenzende Industriegebiete.
Diese Entwicklung erhöht die Vielfalt der Leitungsinfrastruktur, die bei Erdarbeiten berücksichtigt werden muss. Unterschiedliche Energieträger, Spannungsebenen und Druckstufen stellen jeweils eigene Anforderungen an Planung und Ausführung. Besonders bei Strom und Gasleitungen können Beschädigungen erhebliche Gefahren verursachen. Eine zuverlässige Leitungsauskunft und geeignete Arbeitsverfahren sind deshalb zentrale Voraussetzungen für Arbeiten im Leitungsbereich.
Mehr Infos zu Stromleitungen →Fernwärme
Das Fernwärme Stadtnetz der Hamburger Energiewerke ist rund 900 Kilometer lang und versorgt rechnerisch mehr als 540.000 Wohneinheiten. Über rund 13.000 Übergabestationen gelangt die Wärme in die angeschlossenen Gebäude. Das Netz wird weiter ausgebaut und verdichtet. Zu den Ausbaugebieten gehören unter anderem Bereiche im Norden der Stadt in Richtung Flughafen sowie Eimsbüttel und Billstedt.
Der Ausbau bringt neue Leitungsabschnitte in bereits intensiv genutzte Straßenräume. Gleichzeitig bleiben bestehende Fernwärmeanlagen Teil der unterirdischen Infrastruktur. Für Bauunternehmen ist deshalb wichtig, Lage und Verlauf vorhandener Leitungen frühzeitig zu berücksichtigen. Bei Arbeiten im Umfeld von Wärmeleitungen müssen die örtlichen Gegebenheiten, Leitungsauskünfte und geeignete Arbeitsverfahren in die Vorbereitung einbezogen werden.
Mehr Infos zu Fernwärmeleitungen →Das sagen Teilnehmende über unsere Schulungen
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Mehr InformationenGW129 Schulung online
Live teilnehmen, ohne Anreise- Teilnahme am Arbeitsplatz
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GW129 Inhouse Schulung
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- Dialog mit dem Trainer
- Schriftliche Prüfung
- GW129 Zertifikat
gültig
Nach erfolgreich bestandener schriftlicher Prüfung erhalten die Teilnehmer den Nachweis ihrer Qualifikation.
SORGFALT BEGINNT VOR DEM ERSTEN AUSHUB
Gute Vorbereitung schützt bestehende Netze
Die GW129 Schulung stärkt das Verständnis dafür, welche Informationen vor Beginn von Erdarbeiten benötigt werden und wie vorhandene Versorgungsanlagen in die Arbeitsvorbereitung einbezogen werden. Beschäftigte können Gefährdungen bewusster beurteilen und ihr Vorgehen an die jeweilige Situation anpassen. Das unterstützt einen sorgfältigen Umgang mit Leitungen und hilft, vermeidbare Schäden und Störungen im Bauablauf zu reduzieren.
Häufige Fragen
Fragen zur GW129 Schulung in Hamburg
Wo kann ich eine GW129 Schulung in Hamburg absolvieren?
Wer sollte an einer GW129 Schulung teilnehmen?
Kann ich die GW129 Schulung online von Hamburg aus besuchen?
Wie läuft die Prüfung ab?
Bietet Schaufelmann GW129 Inhouse Schulungen in Hamburg an?
Warum ist eine sorgfältige Leitungserkundung bei Erdarbeiten in Hamburg wichtig?
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