AUFMERKSAM ARBEITEN. NETZE RESPEKTIEREN.
GW129 Schulung Köln
Sicher arbeiten in einer Stadt mit dichter Versorgungsstruktur
Die GW129 Schulung vermittelt das notwendige Fachwissen für Arbeiten im Bereich von Versorgungsleitungen und Netzanlagen. Beschäftigte aus Unternehmen in Köln können die Schulung live online besuchen. Für Unternehmen bieten wir außerdem individuell abgestimmte Inhouse Schulungen direkt am eigenen Standort in Köln an.

WISSEN FÜR SICHERE ERDARBEITEN
Bestehende Leitungen von Anfang an berücksichtigen
Köln verfügt über weit verzweigte Netze für Wasser, Abwasser, Energie, Wärme und Telekommunikation. Bei Erdarbeiten können deshalb sehr unterschiedliche Versorgungsanlagen im Arbeitsbereich liegen. Wer solche Arbeiten plant, vorbereitet, überwacht oder mit Baumaschinen ausführt, muss mögliche Gefährdungen erkennen und vorhandene Leitungen angemessen berücksichtigen. Die GW129 Schulung richtet sich insbesondere an Baggerführer, Maschinenführer, Aufsichtspersonen sowie Mitarbeiter aus Arbeitsvorbereitung und Bauleitung.
Die Schulung vermittelt dafür fachliche Grundlagen und verbindet sie mit typischen Situationen aus der Baupraxis. Unternehmen in Köln können ihre Beschäftigten live online oder im Rahmen einer Inhouse Schulung direkt vor Ort qualifizieren lassen. Nach erfolgreicher schriftlicher Prüfung erhalten die Teilnehmer ihr GW129 Zertifikat als Nachweis der erworbenen Qualifikation.
KÖLN UND SEINE VERSORGUNGSNETZE
Wie Wasser und Energie die Großstadt erschlossen
Die moderne Versorgung Kölns entwickelte sich vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Mit dem Bevölkerungswachstum entstanden zentrale Anlagen und Leitungsnetze, die Trinkwasser in die Stadt brachten und neue Formen der Energieversorgung ermöglichten.
Das erste städtische Wasserwerk geht in Betrieb
Das Jahr 1863 markiert nach Angaben der RheinEnergie den Beginn der zentralen Wasserversorgung Kölns. Zuvor hatten englische und deutsche Unternehmer der Stadt wiederholt angeboten, ein Wasserwerk zu errichten und zu betreiben. Nach langen Verhandlungen entschieden die Stadtverordneten, die Wasserversorgung selbst aufzubauen.
1872 nahm das erste Kölner Wasserwerk an der Alteburg den Betrieb auf und versorgte zunächst die Innenstadt mit sauberem Trinkwasser. Mit dem steigenden Bedarf wurden weitere Anlagen notwendig. 1885 wurde das Wasserwerk Severin I fertiggestellt. Bis 1901 kamen das Pumpwerk Severin II und ein unterirdischer Trinkwasserspeicher hinzu. 1905 ging schließlich das Wasserwerk Hochkirchen ans Netz.
Gas und Wasser werden kommunale Aufgabe
Bereits seit 1841 sorgte die englische Imperial Continental Gas Association in Köln für die Gasversorgung und die Straßenbeleuchtung. Ein Jahr nach der Inbetriebnahme des ersten städtischen Wasserwerks kaufte die Stadt Köln 1873 die Gasfabriken des privaten Unternehmens. Damit entstanden die Gas und Wasserwerke der Stadt Köln.
1875 und 1876 wurde in Ehrenfeld an der Widdersdorfer Straße eine neue Gasfabrik errichtet. Die kommunale Gasversorgung entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten weiter. 1933 wurde die Gasproduktion im Gaswerk Ehrenfeld eingestellt, nachdem Köln Ferngasbezugsverträge abgeschlossen hatte. Die Entwicklung zeigt den Wandel von lokalen Erzeugungsanlagen hin zu überregional verbundenen Versorgungssystemen.
INFRASTRUKTUR IN BEWEGUNG
Köln investiert weiter in seine Netze
Bestehende Netze werden saniert, erweitert und für neue Anforderungen umgebaut. Besonders Kanalisation, Fernwärme und Glasfaser verdeutlichen, wie unterschiedliche Leitungsinfrastrukturen den Kölner Untergrund prägen und bei Bauarbeiten berücksichtigt werden müssen.
Kanalisation
Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln betreiben ein Freispiegel Kanalnetz mit einer Länge von 2.421 Kilometern. Dazu gehören 553 Kilometer begehbare und 1.869 Kilometer nicht begehbare Kanäle. Hinzu kommen mehr als 59.000 Kanalschächte, rund 102.000 Straßenabläufe, 146 Pumpanlagen und 207 Regenbecken. Das Netz wird kontinuierlich instand gehalten, saniert und an neue Anforderungen angepasst.
Für Bauunternehmen bedeutet diese Infrastruktur, dass Kanäle, Schächte und Anschlussleitungen bei Arbeiten im öffentlichen Straßenraum eine wichtige Rolle spielen können. Vor Tiefbauarbeiten sind aktuelle Bestandsinformationen erforderlich. Eine sorgfältige Arbeitsvorbereitung hilft dabei, vorhandene Anlagen zu erkennen, Schäden zu vermeiden und die jeweiligen Bedingungen im Arbeitsbereich angemessen zu berücksichtigen.
Mehr Infos zu Arbeiten an Leitungen →Fernwärme
Köln verfügt über drei größere Fernwärmenetze mit zusammen rund 380 Kilometern Leitungslänge. Die RheinEnergie plant, die Fernwärme in den kommenden Jahren erheblich auszubauen und rund 200 Kilometer zusätzliche Leitungen zu schaffen. Gleichzeitig werden neue Wärmequellen erschlossen. In Köln Niehl entsteht eine Großwärmepumpe, die künftig Wärme aus dem Rhein in das Fernwärmenetz einspeisen soll.
Der Ausbau schafft zusätzliche Leitungsabschnitte in einer bereits intensiv genutzten städtischen Infrastruktur. Bestehende Wärmeleitungen bleiben gleichzeitig über lange Zeiträume in Betrieb. Bei Erdarbeiten müssen Lage und Verlauf solcher Anlagen deshalb frühzeitig berücksichtigt werden. Leitungsauskünfte, die Bewertung der örtlichen Situation und geeignete Arbeitsverfahren bilden eine wichtige Grundlage für sicheres Arbeiten in Leitungsnähe.
Mehr Infos zu Fernwärmeleitungen →Glasfaser
Der Glasfaserausbau in Köln wird sowohl über geförderte Projekte als auch durch eigenwirtschaftlichen Ausbau vorangetrieben. NetCologne hat die geförderte Erschließung sogenannter weißer Flecken abgeschlossen und erweitert das Glasfasernetz weiterhin in verschiedenen Kölner Stadtteilen. Dabei entstehen zusätzliche Trassen und Hausanschlüsse, die in bestehende Straßenräume und Versorgungsbereiche integriert werden.
Glasfaserkabel benötigen bei Erdarbeiten besondere Aufmerksamkeit, weil mechanische Beschädigungen schnell zu Ausfällen von Telekommunikations und Datendiensten führen können. Vor Beginn der Arbeiten sind deshalb aktuelle Leitungsauskünfte und eine sorgfältige Beurteilung des Leitungsverlaufs erforderlich. Geeignete Arbeitsverfahren helfen dabei, empfindliche Netzanlagen zu schützen und kostspielige Schäden zu vermeiden.
Mehr Infos zu Glasfaserkabeln →Das sagen Teilnehmende über unsere Schulungen
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Mehr InformationenGW129 Schulung online
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GW129 Inhouse Schulung
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- Schriftliche Prüfung
- GW129 Zertifikat
gültig
Nach erfolgreich bestandener schriftlicher Prüfung erhalten die Teilnehmer den Nachweis ihrer Qualifikation.
RICHTIG HANDELN IN LEITUNGSNÄHE
Fachwissen unterstützt sichere Entscheidungen
Die GW129 Schulung vermittelt Beschäftigten eine fachliche Grundlage für Arbeiten im Bereich vorhandener Versorgungsanlagen. Sie lernen, relevante Informationen in die Arbeitsvorbereitung einzubeziehen, Gefährdungen besser einzuschätzen und das Vorgehen an die jeweilige Situation anzupassen. So können Leitungen bewusster geschützt, unnötige Schäden vermieden und Arbeitsabläufe im Tiefbau fachgerecht vorbereitet werden.
Häufige Fragen
Fragen zur GW129 Schulung in Köln
Wo kann ich eine GW129 Schulung in Köln absolvieren?
Wer sollte an einer GW129 Schulung teilnehmen?
Kann ich die GW129 Schulung online von Köln aus besuchen?
Wie läuft die Prüfung ab?
Bietet Schaufelmann GW129 Inhouse Schulungen in Köln an?
Warum ist eine Leitungsauskunft vor Tiefbauarbeiten in Köln wichtig?
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